Redaktionelle Gespräche leben von der individuellen Geschichte. Eine branchenweite Dokumentation braucht zusätzlich eine verlässliche Struktur. Nur wenn Kernfragen wiederkehren, lassen sich Antworten überhaupt sinnvoll nebeneinander lesen.
Gleiche Fragen sind noch keine gleichen Produkte.
Ein Infrastrukturprojekt, ein Private-Equity-Fonds und ein Immobilien-AIF folgen unterschiedlichen wirtschaftlichen Logiken. Ein einheitlicher Kernkatalog schafft eine gemeinsame Informationsgrundlage, darf diese Unterschiede aber nicht unsichtbar machen.
Unser Fragebogen arbeitet deshalb mit zwölf Themen: Verantwortung, Strategie, Kapitalbindung, Kosten, Risiken, Finanzierung, Bewertung, Interessenkonflikte, Berichte, Anlegerrechte, Rückflüsse und Belege. Ergänzende Fragen werden bei Bedarf dokumentiert.
Die Antwort gehört dem Sprecher. Die Einordnung der Redaktion.
Wir unterscheiden ausdrücklich: Was sagt der Anbieter? Welche Quellen stützen die Aussage? Was bleibt offen? Unternehmen erhalten die Gelegenheit, erkennbare sachliche Fehler in eigenen Zitaten oder Angaben zu korrigieren. Ein Recht auf eine positive Einordnung entsteht daraus nicht.
Redaktionelle Distanz ist eine Praxis.
Die Redaktion darf nicht von gekauften Profilen, Gütesiegeln oder Aufträgen abhängig sein. Weil Haus Ferner neben der publizistischen Arbeit kommerzielle Informationsleistungen anbietet, werden diese Tätigkeiten getrennt. Ein Interview ist keine Akquiseleistung und keine Voraussetzung für einen Auftrag.
Der Fragenkatalog und unsere publizistischen Regeln sind öffentlich zugänglich, damit die Öffentlichkeit auch unsere Arbeit kritisch beurteilen kann.